Circular Valley Convention 2026: Grenzüberschreitende Kooperation als Motor der Circular Economy

Wie wird aus politischem Willen echte zirkuläre Praxis? Die Circular Valley Convention 2026 zeigt am 11. und 12. März in Düsseldorf, wie internationale Kooperationen konkrete Projekte, Lösungen und neue Wertschöpfung für Europas Schlüsselindustrien schaffen.

Die Transformation zur Circular Economy ist eine internationale Gemeinschaftsaufgabe. Die Circular Valley Convention 2026 am 11. und 12. März im Düsseldorfer Areal Böhler bringt führende Akteure zusammen, um zu zeigen, wie grenzüberschreitende Kooperationen zwischen Politik, Industrie und Wissenschaft diese Transformation ermöglichen. Im Zentrum stehen dabei nicht abstrakte Ziele, sondern konkrete Ergebnisse: gemeinsame Projekte, thematische Projektgruppen und praxisnahe Lösungen für Schlüsselindustrien.

Trilaterale Zusammenarbeit: Von der Strategie zur Umsetzung

Ein zentraler Programmpunkt widmet sich der Kooperation zwischen Nordrhein-Westfalen und Flandern, die 2025 um die Niederlande erweitert wurde. Dieses trilaterale Bündnis im Herzen Europas ist gleichzeitig Europas größter industrieller Ballungsraum. Hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung und Forschung diskutieren, wie aus politischem Willen konkrete Gemeinschaftsprojekte entstehen.

Zu den Sprecherinnen und Sprechern zählen Staatsekretär Viktor Haase vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-WestfalenStaatssekretärin Silke Krebs aus dem Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-WestfalenBrigitte Mouligneau, Transition Manager Circular Economy bei Circular FlandersArnoud Passenier aus dem niederländischen Ministerium für Infrastruktur und Wasserwirtschaft, der auch Vorsitzender des Strategischen Aufsichtsausschusses der trilateralen Kooperation ist, Inge Neven (CEO VITO) sowie Cornelius Laaser, Referatsleiter Circular Economy im Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen.

Im Fokus stehen die Fortschritte der Zusammenarbeit. Dazu zählt etwa die Arbeit in den gemeinsamen Projektgruppen zu den Themenbereichen Chemie, Batterien und Baustoffe, allesamt Schlüsselindustrien für eine zirkuläre Transformation in Europa.

Europäische Länderbeteiligung: Österreich bringt Industrie- und Praxisperspektive ein

Ergänzt wird die internationale Perspektive durch eine Länderbeteiligung aus Österreich. Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Industrie und angewandter Forschung geben Einblicke in zirkuläre Lösungen entlang der Kunststoff- und Recyclingwertschöpfungskette. Mit dabei sind unter anderem Dr. Michael Scherz (WKÖ – Außenwirtschaft Austria)Claudia Legawiec (EREMA Group)Michael Heinzelreiter (Business Upper Austria)Werner Kruschitz (KRM Recycling)Dr. Christoph Burgstaller (Transfercenter für Kunststofftechnik) sowie Dr. Christian Kirchnawy (OFI Forschungsinstitut für Chemie und Technik).

Die Beiträge zeigen, wie auch Länderbeteiligungen jenseits formaler Partnerschaften den europäischen Austausch stärken und konkrete industrielle Lösungen in die Diskussion einbringen.

Wie digitale Technologien, Energieinfrastrukturen und Künstliche Intelligenz grenzüberschreitende Circular-Economy-Projekte unterstützen können, steht im Panel „Energy, Digitalization & AI“ im Mittelpunkt. Prof. Dr. Christian Doetsch (Fraunhofer-Allianz ENERGIE) und Alexander Garbar (duisport) diskutieren mit weiteren Vertretern aus Politik, Industrie und Technologie, wie Datenräume, digitale Steuerungssysteme und intelligente Energielösungen neue Formen der Zusammenarbeit entlang internationaler Wertschöpfungsketten ermöglichen.

Abendprogramm: Europa, mon amour

Auch das Abendprogramm am Mittwoch greift länderübergreifende Perspektiven auf. Der internationale Trash-Artist HA Schult gibt Einblicke in 60 Jahre europäische Trashkunst und diskutiert diese mit Channing Roberts, der seit sechs Jahrzehnten die Entwicklung des Silicon Valley begleitet hat. Der Dialog verbindet europäische Kulturgeschichte mit technologischen Transformationsprozessen und eröffnet einen ungewöhnlichen Blick auf Nachhaltigkeit, Konsum und Innovation.

„Kreislaufwirtschaft endet nicht an Landesgrenzen. Die Circular Valley Convention zeigt, wie internationale Kooperationen konkrete Projekte hervorbringen und warum genau darin ein zentraler Hebel für die Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz Europas liegt“, sagt Dr. Carsten Gerhardt, Vorsitzender der Circular Valley Stiftung.

Messe, Konferenz und Networking an einem Ort

Unter dem Leitmotiv „Uniting Industries for a Circular Tomorrow“ verbindet die Circular Valley Convention 2026 erneut Konferenz, Messe und Networking zu einem ganzheitlichen Format. Zahlreiche Aussteller präsentieren konkrete Technologien, Produkte und Geschäftsmodelle entlang des gesamten Produktlebenszyklus.

Die Circular Valley Convention ist eine Gemeinschaftsinitiative von Circular Valley, Messe Düsseldorf und Fraunhofer-Instituten. Co-Gastgeber sind BASF, Bayer, Evonik, Henkel und Vorwerk.
Die Convention findet am 11. und 12. März 2026 im Areal Böhler in Düsseldorf statt.

Über Circular Valley


Circular Valley ist der internationale Hotspot für die Circular Economy mit Sitz in der erweiterten Rhein-Ruhr-Region. Die gemeinnützige Circular Valley Stiftung bringt die relevanten Stakeholder an einen Tisch. Branchen- und technologieübergreifend entwickeln Unternehmen, Startups, Wissenschaft und Politik gemeinsam Lösungen für die Transformation zu einer echten Kreislaufwirtschaft. Öffentlichkeitsarbeit, der weltweit erste Circular Economy Accelerator und Politikempfehlungen sind die Schwerpunkte der Stiftung

 
Hinweise für die Redaktionen

Kontaktieren Sie uns gerne unter press@circular-valley.org, wenn Sie mehr Informationen brauchen oder sich oder Ihre Redaktion zur Convention anmelden möchten.

Foto: Bei der Circular Valley Convention bringt Menschen branchen- und grenzübergreifend zusammen. Quelle: Jan Turek/Circular Valley

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